- Die drei wichtigsten KPIs des YouTube Algorithmus
- Wie du durch deine KPIs das Maximum aus deinen Videos heraus holst
- “Geheimtipp” für bessere Videoperformance
Die drei wichtigsten KPIs des YouTube Algorithmus – Watchtime
Wie funktioniert der YouTube Algorithmus und wie kannst du ihn für dich nutzen? Im Grunde ist es ganz einfach – YouTube möchte, dass so viele Menschen wie möglich so viel Zeit wie möglich auf ihrer Plattform verbringen (damit YouTube soviel Werbung wie möglich ausspielen kann)
Das bedeutet, je mehr Menschen du auf YouTube für eine gewisse Zeitspanne (Watchtime) binden kannst (indem sie deine Videos schauen), desto mehr Geld nimmt YouTube mit Werbespots ein.
Sobald dein Kanal viel Watchtime generiert, verdient YouTube dadurch Geld. Indem YouTube noch mehr Zuschauer auf deine Videos leitet (z.B. dadurch, dass deine Videos auf der Startseite oder unter “empfohlene Videos” prominent angezeigt werden), versuchen sie ihren Gewinn zu maximieren – und dadurch natürlich auch deinen!
Das bedeutet, wenn du YouTube glücklich machst, machen sie dich glücklich.
“Aufmerksamkeit ist die Währung unserer Zeit”
Watchtime wird auf zwei unterschiedliche Arten gemessen.
Prozentuale Watchtime: Also wie viel Prozent deine Zuschauer im Durchschnitt von deinem Video angesehen haben.
Totale Watchtime: Also wie viele Minuten deine Zuschauer durchschnittlich mit deinem Video verbracht haben.
Beispiel 1: Wenn dein Video eine Minute lang ist und Zuschauer im Durchschnitt 50 Sekunden davon gucken, hast du eine prozentuale Watchtime von 83% und eine totale Watchtime von 30 Sekunden.
Obwohl eine prozentuale Watchtime von 83% geradezu astronomisch gut ist, hast du diese Zuschauer trotzdem nur 50 Sekunden lang auf YouTube gebunden.
Beispiel 2: Dein Video ist 20 Minuten lang und wird durchschnittlich 10 Minuten von deinen Zuschauern gesehen.
Obwohl du nur eine prozentuale Watchtime von 50% hast, haben deine Zuschauer ganze 10 Minuten auf YouTube verbracht und YouTube 10 Minuten lang die Möglichkeit gegeben, Werbung auszuspielen und andere Videos vorzuschlagen.
Das bedeutet aber nicht, dass du die prozentuale Wiedergabedauer ignorieren solltest.
Es ist wichtig, für eine gute Balance zwischen prozentualer- und totaler Watchtime zu sorgen Das schaffst du z.B. durch gutes Storytelling, wiederkehrende Elemente, Persönlichkeit und Informationsdichte.
Wichtig ist es, eine Spannungskurve aufrecht erhalten, die deine Zuschauer maximal fesselt, damit sie das Video optimalerweise bis zu Ende schauen.
Was ist also die richtige Videolänge?
Diese Frage wurde uns schon oft gestellt.
Wie genau die optimale Videolänge aussieht, hängt stark von deiner Zielgruppe, deinem Content und deinem konkreten Ziel auf YouTube ab. Pauschal lässt sich das nicht beantworten.
Unsere Daten zeigen aber eindeutig, dass längere Videos von Vorteil sind. Versuche dich also gerne an längeren Formaten und beobachte in deinen Analytics, ob du damit die Aufmerksamkeit der Zuschauer halten kannst.
Um ein Beispiel zu geben: Bei einem 8 – 20 minütigen Video, solltest du eine prozentuale Watchtime von mindestens 60% anstreben.
Wenn du mehr über deine individuelle Situation wissen möchtest, bewirb dich hier auf eine Beratungssession mit uns!
Die drei wichtigsten KPIs des YouTube Algorithmus – Views
Es ist offensichtlich, dass die Anzahl der Aufrufe, die ein Video bekommt, unmittelbar Aufschluss über die Performance geben.
Doch wie viele Views sollte ein Video bekommen, damit es “gut” performt hat?
Das hängt von unterschiedlichen Faktoren ab:
- Wie alt ist dein Kanal bereits?
- Wie groß ist deine potentielle Zielgruppe? (Wie viele Menschen gibt es in deiner Nische)
- Wie lang ist dein Video?
- Um welche Art von Content handelt es sich?
- In welchem Verhältnis stehen die Views dieses Videos zu anderen Videos deines Kanals und deiner Nische?
- Welches Ziel hat dein Kanal / dieses Video?
Um dir mal zwei Beispiele zu nennen:
Beispiel 1: Ein Automobilmagazin mit 600.000 Abonnenten lädt ein Video über die neuesten Elektroauto-Modelle hoch und erreicht damit in der ersten Woche 21.000 Aufrufe.
Wie ist die Performance dieses Videos? Generell sieht die Performance auf den ersten Blick eher schlecht aus. Nur maximal 3,5% der Abonnenten des Automagazins haben das Video gesehen und die Auto- und Elektromobilitäts-Szene hat viele Millionen Mitglieder – Die potentielle Zielgruppe ist also riesig.
Außerdem ist jeder einzelne Aufruf für das Magazin nur sehr wenig wert, denn ein Magazin erzielt den größten Teil seines Einkommens durch Werbung und die Werbeeinnahmen decken bei 21.000 Views wahrscheinlich noch nicht einmal die Produktionskosten des Videos.
Beispiel 2: Ein Kanal für Business-Coaching hat 2000 Abonnenten und sein neustes Video erzielt in der ersten Woche 900 Aufrufe.
Wie ist die Performance dieses Videos? Bis zu 45% der Abonnenten haben sich für das Video interessiert und als Business-Coaching-Kanal spricht er eine kleine Zielgruppe mit nur wenigen zehn- bis hunderttausend Mitgliedern an. Außerdem monetarisiert der Kanal seine Views nicht nur durch Werbung sondern auch durch den direkten Verkauf von Coaching-Dienstleistungen an seine Zuschauer.
Wenn von diesen 900 Menschen auch nur einer Interesse an einem Coaching-Programm hat, hat sich das Video bereits gelohnt.
Generell lässt sich davon ausgehen, dass ein neuer Kanal erstmal nur sehr wenige Aufrufe erzielt und langsam wächst. Durch richtige Suchmaschinenoptimierung und verstehen des Algorithmus lässt sich das organische Wachstum aber beschleunigen.
Wenn du deine Zielgruppe perfekt kennst und mit deinem Content begeisterst, kann es sogar passieren, dass deine Videos viral gehen und du in kürzester Zeit deine Nische eroberst.
Die drei wichtigsten KPIs des YouTube Algorithmus – Interaktionen
Der mit Abstand wichtigste Faktor dafür, wie gut dein Video performt, sind die Signale, die die Zuschauer an YouTube senden. Dazu zählen unter anderem Kommentare und Likes, aber auch wie oft dein Video geteilt wurde.
Wie ich oben schon erwähnt habe, will YouTube in erster Linie Geld verdienen.
Wenn dein Video bei deinen Zuschauern gut ankommt und sie viele positive Signale an YouTube senden, schickt YouTube immer mehr Zuschauer mit ähnlichem Zuschauerprofil (ähnliche Interessen, Zielgruppenüberschneidung) auf dein Video – in der Hoffnung, dass ihnen das Video genauso gut gefällt und sie mehr Zeit auf YouTube verbringen.
So kommen immer mehr Menschen aus einer immer breiter werdenden Zielgruppe auf dein Video. So lange, bis die schlechter werdenden Zuschauersignale zeigen, dass die Zielgruppe erschöpft ist.
[Screenshot: Impressionen gehen stark hoch, lassen dann schlagartig nach]
Die Likes und Dislikes spiegeln die durchschnittliche Meinung deiner Zuschauer wieder.
Sie bewerten dein Video nicht nur nach der direkten Videoqualität, sondern vor allem danach, wie interessant das Video für sie war und wie gut es ihre durch Thumbnail und Videotitel geprägten Erwartungen erfüllt hat.
Auch eine hohe Anzahl an Dislikes hält YouTube allerdings nicht davon ab, das Video weit zu verbreiten, solange die restlichen Metriken stimmen.
Wie du Thumbnails und Titel erstellst, die zu deinem Video passen und Zuschauer neugierig machen, erfährst du in unseren jeweiligen Artikeln.
Kommentare sind ein guter Indikator dafür, wie stark der Inhalt deines Videos deine Zuschauer beschäftigt und emotional berührt hat. Du kannst Kommentare fördern indem du kontroverse Themen diskutierst, deinen Zuschauern fragen stellst, zu Kommentaren aufrufst und deine Zuschauer als Teil deiner Community in deine Videos mit einbindest.
Das letzte und eines der relevantesten User-Signals sind die Shares: Also wie oft dein Video von deinen Zuschauern auf ihren privaten Kanälen geteilt wurde.
Immer wenn ein Zuschauer dein Video auf Twitter, Facebook, Whatsapp oder einer anderen Plattform verlinkt oder weiterleitet, zählt das als Share und ist für YouTube ein Signal, dass es sich hierbei um ein ganz besonders interessantes Video handelt, das auch andere Menschen und Zielgruppen interessieren könnte.
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